Dompavillon Köln - 3. Preis

Ein kleines Funktionsgebäude am Fuße des gewaltigen Kölner Doms zu entwerfen, als Zugangsbauwerk zum Südturm, scheint eine fast unlösbare Aufgabe zu sein. Zu groß sind die Gegensätze in Dimension und baugeschichtlichem oder architektonischem Stellenwert. Mit der künstlerisch aufgeladenen, rein technisch-konstruktiven, jede Gebäudesymbolik nterlaufenden Erscheinungsform aus Glas und fein strukturiertem, in seiner Farbigkeit je nach Lichteinfall zwischen Dunkelbronze und Bleigrau changierendem Aluminium gelingt dennoch der notwendige Kompromiss aus Zurückhaltung gegenüber dem Dom und Signifikanz für die Besucher und Touristen. Leitidee der Architekten war, in die Domplatte ein Loch aus poliertem Beton zu schneiden, darin einen gläsernen Kubus mit allen separaten Funktionsbereichen einzufügen (Information, Kiosk, Kartenverkauf), um dann den jederzeit zugänglichen Raum mitsamt Glaskubus mit Hilfe einer darübergestellten edlen Membran insgesamt architektonisch zu markieren. Durch ihre Ausrichtung parallel zum Dom betont die 7,60 Meter hohe Metall- und Licht-Installation ihre funktionale Zugehörigkeit. In ihrem dynamischen Wechsel zwischen Dunkel und Hell, Geschlossen und Offen greift die freitragende Hülle die Schlankheit des aufstrebenden gotischen Stabwerks im Hintergrund auf. Ein Wechselspiel das schon allein das Sonnenlicht zu einer Lichtinstallation entflammen kann, im ständigen Wechsel von Tageszeit und Witterung. Nicht zuletzt stimmt der Rhythmus dieses Lichtspiels den Besucher auf die Dombesteigung ein.


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Wettbewerbsart: eingeladenener Wettbewerb
Preis: 3. Preis
Bearbeitung: 2006
Auslober: Hohe Domkirche Köln
BGF: 209 m²
Projektnummer: 557