Feuer- und Rettungswache Gütersloh - 2. Preis

Geschossweise Schichten bilden in ihrer unterschiedlichen Höhe Raumkanten zum Marktplatz und zur Vennstraße und entwickeln eine Dominate zur Ecke der Prekerstraße und Friedrich-Ebert-Straße. Durch die Höhenschichten werden zudem die Nutzungen der Feuer- und Rettungswache in ihrer differenzierten Vielfalt deutlich. Der Entwurf basiert auf einem Hoftyp, der den Anforderungen der introvertierten Arbeitsabläufe der Rettungs- und Feuerwache Rechnung trägt und gleichzeitig einen Schallschutz für die anschließende Bebauung schafft. Rettungs- und Feuerwache sind getrennt angeordnet und doch räumlich verbunden. Ein gemeinsamer transparenter Zugang an der dominanten Gebäudeecke erschließt die unterschiedlichen Nutzungseinheiten. Die Fahrzeughallen liegen straßenseitig und lassen somit die Nutzung im Stadtraum deutlich werden. Zur übergeordneten Friedrich-Ebert-Straße kann die Fassade differenziert ausgebildet werden, da ein direktes Ausrücken auf diese Straße nicht möglich ist. Der notwendige kurze Zugang in die Fahrzeughallen ist gegeben, da der Wachbereich direkt über den Fahrzeughallen liegt. Die Verwaltung wird im ersten Obergeschoss angeordnet und darüber, in exponierter und doch geschützter Lage, die Leitstelle nach der neuen Leitstellen-Norm DIN EN 50818 organisiert. Daraus bildet sich eine klare geschossweise Trennung der Nutzungen unter Berücksichtigung der Aufgaben und der hohen Sicherheitsanforderungen. Der Werkstattbereich schließt den Hof nach Norden und Westen ab und schafft Sicht- und Schallschutz und zusätzlich die Möglichkeit einer späteren Erweiterung.
Alle Nutzungseinheiten haben direkt zugeordnete Regenerationsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität und angeschlossenen Freiräumen. Die technischen Anlagen sind in das Gebäudevolumen integriert, so dass eine präzise, klare Gesamtkubatur entsteht.


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Wettbewerbsart: Realisierungswettbewerb
Preis: 2. Preis
Bearbeitung: 2015
Auslober: Stadt Gütersloh
BGF: 8.360 m²
Projektnummer: 665