Prof. Dörte Gatermann

Dipl. Ing. Architektin BDA

Unserer Entwurfstätigkeit liegt ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde, der ästhetische und emotionale Komponenten der Architektur mit sozialen Aspekten verknüpft und dabei gesellschaftliche Veränderungen integriert.

1975 - 81 Architekturstudium an der TU Braunschweig und RWTH Aachen
1981 - 85 Projektleiterin im Büro Prof. Gottfried Böhm
1984 Gründung des Architekturbüros Gatermann + Schossig mit Elmar Schossig
1989 - 98 Vorstandsmitglied des BDA-Köln
1992 - 00 Gründerin der Initiativen ’Kölner Stadtmodell’ und Internetplattform ’koelnarchitektur.de’
2001 - 05 Mitglied Kuratorium ’StadtBauKultur NRW’
2002 - 07 Universitätsprofessorin an der TU Darmstadt, Lehrstuhl ´Entwerfen und Gebäudelehre´
2010 - 14 Kuratoriumsmitglied ’Kunst am Bau’ des BMVBS
2011 - 15 Mitglied des Gestaltungsbeirats in Karlsruhe
2012 - 17 Mitglied des Berliner Baukollegiums
seit 2012 Sven Gaeßler Partner bei GATERMANN + SCHOSSIG
seit 2017 Jan Rübenstrunk Partner bei GATERMANN + SCHOSSIG
seit 2017 Mitglied des Gestaltungsbeirats Stuttgart
seit 1984 mehr als 150 Wettbewerbs- und Architekturpreise, vielfache Jurytätigkeit, Vorträge, Workshops

Statement Dörte Gatermann

"Arbeit als Architektin heißt für mich, dass neben dem Aufspüren der Faktoren des Ortes und der Suche nach den Anforderungen der Zeit eine Bewertung dieser Bedingungen über Kopf und Gefühl stattfinden muss, um das Wesen und die Grundstruktur erkennen zu können und dann den Raum zu bilden. Darin liegt die Einzigartigkeit jedes Entwurfansatzes, der immer persönlich bestimmt ist. Da die Persönlichkeit des Schaffenden den Einflüssen der geschichtlichen Entwicklung unterliegt und nach allgemein menschlichen Strukturen angelegt ist, zeigt sich aber auch, dass jeder Entwurf allgemeingültige Grundlagen hat, die die entstehenden Räume allgemein verständlich machen.

Wie lassen sich diese allgemeingültigen Grundlagen fassen - für mich immer noch mit den Begriffen Komposition, Einheit, Vollkommenheit, Ebenmaß und Klarheit. Die Einheit verstanden als Vollständigkeit des Gebäudes. Architektur als Baustein, der ein in sich geschlossenes Ganzes ist, das erst dann in Beziehung zu seiner Umgebung treten kann. Die Vollkommenheit als Notwendigkeit aller Einzelteile. Jedes Teil ist zu rechtfertigen, keines kann entfernt werden, ohne das Ganze zu zerstören.

Das Ebenmaß als Beziehung der Teile untereinander, die nicht änderbar sind, ohne das Gleichgewicht zu stören. Proportionen, die zwingend sind. Die Klarheit als Übereinstimmung mit Zweckbestimmung des Ganzen und der Einzelteile. Diese inneren Strukturen sind die Komponenten der Ästhetik, sie legen zugrunde, dass es zwischen Gefühl und Gegenstand eine Verbindung gibt auf der Basis von Harmonie und Ordnung."

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