Sanierung / Erweiterung der Feuer- und Rettungswache Hürth

Um auch in Zukunft den Bedarfsplan der Region mit bestmöglicher Versorgung gewährleisten zu können, wird die bestehende Feuer- und Rettungswache in Hürth saniert, erweitert und auf Stand der Technik gebracht. Da die Baumaßnahme im laufenden Betrieb erfolgt, wurde ein mehrstufiges Konzept entwickelt, das den störungsfreien Feuerwehr - und Baustellenbetrieb gewährleistet
Das Entwurfskonzept basiert auf einem abgewandelten H Typ, das die Höhenentwicklung des geneigten Geländes berücksichtigt und zwei Höfe mit differenzierten Nutzungen auf unterschiedlichen Ebenen entstehen lässt.
Der obere Hof - Ebene 0 - entsteht unter Integration der bestehenden Feuerwache und wird in Zukunft der Vorplatz der gesamten neuen Feuerwache sein. Durch die Ausrichtung nach Süden entsteht hier ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität über den das zweigeschossige Eingangsfoyer betreten wird. Es dient als Dreh- und Angelpunkt der neuen Feuerwehr: von hier erfolgt die vertikale Erschließung zu Rettungswache, Freiwilliger Feuerwehr, Werkstätten und Verwaltungsbereich sowie die horizontale Erschließung in die Tiefe des Gebäudes. Angrenzend an das Foyer befinden sich die Schulungsräume, die für interne und externe Informationsveranstaltungen zusammengeschaltet werden können.
Der 3 Meter tiefer gelegene untere Hof wird dreiseitig durch Fahrzeughallen eingerahmt. Er bildet als Betriebshof das Herzstück der Feuerwehr und mündet in der neu errichteten, kreuzungsfreien Alarmausfahrt. Berufsfeuerwehr, freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst sind in separaten Hallen untergebracht. Die Halle für den Rettungsdienstes ist wegen der Häufigkeit der Einsätze direkt zur Luxemburger Straße ausgerichtet. Die alleinstehende Halle bildet mit dem xx m hohen Übungsturm einen signifikanten Auftakt des Ensembles zur Luxemburgerstraße Richtung Innenstadt und kann zudem multifunktional für Übungen genutzt werden.
Der gestalterische Charakter der neuen Feuerwache wird durch die skulpturale Addition der Funktionen gebildet. Die volumetrische Ausbildung berücksichtigt nicht nur die funktionalen Zusammenhänge, sondern ist aus diesen heraus entwickelt. Resultat ist ein monolithischer Körper der den Bestand inkludiert.
Eine klare Orientierung mit guten Blickbeziehungen und Tageslichtbezug ist Basis des Konzeptes. Darüber hinaus wurde besonderes Augenmerk auf die Lebenszykluskosten gelegt, um die Wirtschaftlichkeit auch in Zukunft zu gewährleisten. Der rot gefärbte Beton der Fassade nimmt die Farbe des ortsüblichen roten Ziegels auf und gewährleitet durch seine robuste Materialität eine hohe Langlebigkeit.


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Wettbewerbsart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
Preis: 1. Preis
Fertigstellung: 2021
Planung: Generalplanung als ARGE mit agn Niederberghaus & Partner GmbH (TGA)
LPH: 1-9 Generalplanung
Bauherr: Stadt Hürth
Nutzer: Feuerwehr Stadt Hürth
BGF: 9.800 m²
BRI: 44.500
Projektnummer: 691