| Fertigstellung: | 2008 |
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| LPH: | 1-9 |
| Bauherr: | Landschaftsverband Rheinland |
| BGF: | 4.800 |
| BRI: | 43.500 |
| Auszeichnungen: | 2008 - label "best architects 09" |
Das Römermuseum liegt im „Archäologischen Park Xanten“, der als bedeutender römischer Fundort nördlich der Alpen in Europa gilt. Der Museumsneubau wurde auf den Fundamenten der ehemaligen Thermenvorhalle realisiert und ergänzt den in den 90er Jahren erstellten Thermenschutzbau, sodass das Volumen der gesamten römischen Thermenanlage als Baukörper wieder zu erfahren ist. Das räumliche Konzept stellt die historische Raumproportion dar. Kastenförmige, ein Meter tiefe Stahlrahmen bilden das Haupttragwerk und gründen auf den historischen Mauern. Die perspektivische Verdichtung der Rahmen stellt bei Betreten des Museums den ursprünglich massiven Raum wieder her, der sich beim Durchschreiten öffnet. Vertikal angeordnete Paneele mit integrierten Verglasungen bilden die Außenhülle des Museums. Diese Konzeption schafft einen homogenen Körper, der im Inneren sowohl ein Tageslichtmuseum als auch eine ‚Black Box‘ ermöglicht. Die Ausstellungsebenen sind als ein sich im Raum entwickelndes Flächenkontinuum gestaltet. Die filigran von den Rahmen abgehängte Stahlkonstruktion der Ebenen unterstreicht die Längsausrichtung der Halle und ermöglicht Durchblicke, um die gesamte Raumdimension zu erfahren. Stahl wurde in diesem Entwurf in zwei unterschiedlichen Ansätzen ausgeführt. Die den Raumeindruck prägenden Rahmen wurden mit 110 cm Tiefe und 35 cm Breite des Kastenprofils überdimensioniert. Nur so konnte der historische Raum in seiner Höhe von 18 m, der Breite von 20 m und der Länge von 70 m und einer ehemals massiven Wandausbildung erfahrbar gemacht werden. Der Rhythmus der Rahmen schafft den erlebbaren Raumabschluss wie auch die flexible Möglichkeit der Aufhängung einer sich über 300 m frei im Raum bewegenden Rampe. Hier wurde die Stahlkonstruktion konstruktiv optimiert ausgeführt und an Zugstäben abgehängt. Zudem nimmt die Stahlebene die gesamte Technik des Museums auf - Deckenstrahlplatten, konditionierte Luft, Elektro, Sprenkler, Brandmelder, Lautsprecher, Beleuchtung, Medientechnik. Die Energieversorgung wird über Geothermie und Wärmetauscher optimiert. Die Entwicklung der Ebenen in die Höhe sind als begehbares „Zeitband“ zu erfahren und unterstützt die Ausstellung als eine Geschichtsreise durch die Epoche der Römer in Xanten. Der äußere Charakter des Museums wird den bestehenden punktbedruckten Gläsern des Thermenschutzbaus angeglichen, um eine räumliche Einheit herzustellen. Die Stahlpaneele erhalten eine äußere Glasschicht, die durch ein geometrisches Ornament des Künstlers Thomas Weil eine räumliche Tiefe entwickelt. Projektpartner Römermuseum Xanten |
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