Capricornhaus - Düsseldorf

Das Capricornhaus bildet das neue Entrée am südlichen Ende des Düsseldorfer Hafens, einer ehemaligen Industriebrache. Die großen Glashallen bilden in Verbindung mit einer zweiten Schallmembran den Rahmen für eine individuelle Bürowelt, die auch den Anforderungen an ein Low-Energy-Gebäude entspricht. Die Besonderheit des prägnanten Neubaus mit seinen roten Glaspaneelen liegt vor allem in der von Gatermann + Schossig konzipierten i-modulFassade. Die schallemissionsbelastete Lage des Gebäudes führte zur Entwicklung des multifunktionalen Fassadenmodules, das die gesamte notwendige Technik beinhaltet um das Raumklima individuell zu steuern. Es ist ausgestattet mit einem eigenen Lüftungssystem zum Kühlen, Heizen, Lüften und zur Wärmerückgewinnung. Außerdem sind in dem Fassadenpaneel Beleuchtungs-, Schallabsorptions- und Raumakkustikelemente integriert. Der Wegfall traditioneller Technikflächen durch das dezentrale Konzept bringt große Freiheitsgrade bei der inneren Gebäudeplanung mit sich. Die flexible Grundrissgestaltung ermöglicht die Realisierung aller Büroformen. Zukünftige Anforderungen an das Gebäude werden geprägt durch weitere ökologisch-energetische Randbedingungen wie: Kompakte Bauweise mit zukunftsweisenden Bauteilen, beispielhafte Wärmedämmung, innovative Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Betonkernaktivierung in Verbindung mit Kältegewinnung aus Grundwasser (Geothermienutzung) sowie ein natürliche Belüftungskonzepte sowie moderner MSR Technik für geringe Betriebskosten. Damit ist das CapricornHaus ein innovatives Gebäude, das Einsparungen im Primärenergiebedarf von 26% unter der erforderlichen Energieeinsparverordnung erzielt.


Projektpartner Capricornhaus


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Fertigstellung: 2008
Nutzer: E.ON Energy Trading
BGF: 43.000 m²
BRI: 154.000 m³
Energie: 26% besser als EnEV, DGNB Gold
Projektnummer: 417