Landeskriminalamt NRW - Düsseldorf

Der Neubau des Landeskriminalamtes NRW in Düsseldorf ist ein wesentlicher Beitrag zur Weiterentwicklung des Behördenstandortes Völklinger Straße. Unter Berücksichtigung der vorhandenen orthogonalen städtebaulichen Strukturen wurde eine geschlossene Bebauung konzipiert, die sich in drei Gebäudeteile untergliedert und damit die Nutzung funktional optimiert. Eine offen gestaltete gläserne Eingangshalle verbindet den Verwaltungsbereich mit dem Kriminaltechnische Institut. Trotz hoher Sicherheitsanforderungen zeichnet sich das Gebäude dank seiner gläserne Eingangshalle durch eine offene, kommunikative Transparenz nach außen aus. Von diesem zentralen Zugang werden über eine die Baukörper schräg durchlaufende Magistrale alle Bereiche erschlossen. Der Künstler Peter Kogler gewann den ausgelobten Kunstwettbewerb zur Gestaltung dieser Hauptachse. Der erdgeschossige Weg führt an attraktiven Innenhöfen entlang, die auch von den Sitzungsräumen aus nutzbar sind, und ermöglicht eine klare Orientierung im Gesamtgebäude. Der Aspekt der Nachhaltigkeit wurde unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Belangen Basis des Konzeptes. Dies führte zu einem flächen- und raumsparenden Entwurf mit reduzierten Hüllflächen sowie wirtschaftlichen Erstellungs- und insbesondere Betriebskosten. Teil des energetischen Konzeptes sind u.a. der Einsatz von Geothermie, Photovoltaik (900 m² auf der Dachfläche), Bauteilaktivierung und natürlicher Lüftung. Damit werden beachtliche Einsparungen an Primärenergiebedarf erreicht, die im Verwaltungstrakt bei 28% und beim Laborgebäude sogar bei 39% unter der Energiesparverordnung liegen.


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Wettbewerbsart: kombinierter Architekten- und GU Wettbewerb
Preis: 1. Preis
Fertigstellung: 2010
Planung: in Arge mit Heinle Wischer und Partner
Bauherr: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Düsseldorf (BLB NRW)
Nutzer: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
BGF: 66.586 m²
BRI: 239.847 m³
Energie: 28% besser als ENeV
Projektnummer: 564