Fabrikanlage Quante - Hattingen

Mit äußerst hoher Nutzungsflexibilität reagiert die Konzeption der Fabrikanlage des Fernmeldetechnik-Unternehmens Quante Hattingen auf den kontinuierlichen Wandel industrieller Prozesse und Betriebsabläufe. Anstelle der stillgelegten Thyssen-Henrichshütte entstand ein moderner Fabrikkomplex mit Produktions-, Lager- und Verwaltungsbauten und viel Grün dazwischen; an die Stelle der massigen Hochöfen, Stahl- und Walzwerke trat die „leichte“ Technologie einer Spezialfirma für Telekommunikation, deren metallisch glänzende Fertigungs- und Lagerhallen sich mit großen Fenstern zur Umgebung öffnen. Um für wechselnde Produktionserfordernisse und weitere Expansionen gerüstet zu sein, forderte Quante eine variable Bebauungsstruktur für das neue Firmendomizil. Daher wurde ein ausbaufähiges Modulsystem entwickelt, das durch Hinzufügen ganzer Einheiten oder einzelner Komponenten eine mehrstufige Erweiterung bei laufender Produktion gewährleistet. Ein zweigeschossiger gläserner „Erschließungsring“ verbindet die zeilenartig angeordneten Einzelbauten wie Heizkraftwerk, Hochregallager und Verwaltung miteinander. Nach dem Prinzip eines „Baukastens“ lassen sich die als Stahlkonstruktionen ausgeführten Einzelbauten durch Aufstockung oder Überbauung der zwischenliegenden Höfe jederzeit vertikal und horizontal erweitern. Auf die vorgesehene Durchmischung von Park und Gewerbe reagierte der Entwurf durch Einbeziehen des öffentlichen Grünzuges als betriebsinternern Grünraum zwischen den Hallen; alle Arbeitsplätze haben Tageslicht und Außenraumbezug.


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Preis: 1. Preis
Fertigstellung: 1992
Bauherr: Quante AG
BGF: 15.800 m²
BRI: 69.600 m³
Auszeichnungen: 1991 - Beitrag zum 3e salon international de l´architecture, Paris
Projektnummer: 172