Haus Nierhoff - Köln

Das neue Wohngebäude Nierhoffs sollte die vorhandene winkelförmige Atelieranlage aus Backstein des Bildhauers um Wohn- und Arbeitsflächen erweitern. Der Grundriss des zweigeschossigen Gebäudekubus von 12 x 12 Metern ist in vier identische Quadrate mit unterschiedlichen Funktionen aufgeteilt: eines für die innere Erschließung, zwei als Wohnbereich und das vierte als Terrasse zur Grundstücksmitte. Horizontal verlegten Aluminiumwelltafeln betonen mit sparsam gesetzten, kleinen Fensterquadraten das geschlossene, introvertierte Gepräge zur Straßenseite und der seitlich anschließenden Fassaden. Ganz anders die Gartenseite: Hier öffnet sich das voll verglaste Fassadeneck großzügig zur intimen Terrasse und den umgebenden Grünflächen. Der offene Raum im Winkel zwischen den Wohnkuben ist durch einen Stahlrahmen in seiner Kubatur definiert und ergänzt damit die Würfelform des Gesamtbaus. Im Inneren ist das Quadrat ebenfalls bestimmendes Gestaltungselement. Als ordnende geometrische Grundform erscheint es auch noch in den Details wie den Bodenfliesen aus Steinzeug oder dem Oberlichtraster des Treppenhauses. Sparsame Details sowie reduzierte Materialauswahl akzentuieren die exakten Formen des Baukörpers, der mit seinem skulpturalen Charakter den Bauherren und dessen künstlerische Profession repräsentiert.


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Fertigstellung: 1993
Bauherr: Gisela und Prof. Ansgar Nierhoff
BGF: 290 m²
BRI: 896 m³
Auszeichnungen: "Kölner Architekturpreis 1995"
Projektnummer: 179